Mobilitätsknotenpunkt Sigmundskron

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ProgettoPonteAdigeGrüner Beschlussantrag

Die gestern, am 25. Februar, in Frangart abgehaltene BürgerInnenversammlung hat deutlich offen gelegt, dass der vom Land geplante „Mobilitätsknotenpunkt Sigmundskron“ in seiner jetzigen Planung von der Bevölkerung abgelehnt wird. Das Projekt, welches im Ideenwettbewerb am besten abgeschnitten hat, ist jenes, welches die Entfernung der jetzigen Etschbrücke, eine neue gigantische erhöhte Brücke, das Einreißen von drei Häusern und die Wiedernutzung des „Mebo-Centers“ als „Mediententrum“ für die BLS und andere vorsieht. Die geschätzten Kosten liegen bei 37 Millionen Euro, jedoch werden die Gesamtkosten, einschließlich der Bahninfrastruktur usw., deutlich höher ausfallen.

BürgerInnen, AnliegerInnen, GrundstückbesitzerInnen und VertreterInnen der Lokalpolitik haben sich gestern eindeutig gegen die angewandte Methode ausgesprochen. Die Bevölkerung hätte bereits von Beginn an und nicht erst nach Ende des Ideenwettbewerbs informiert werden müssen. Darüber hinaus konnte auch das Projekt an sich die Anwesenden nicht überzeugen. Der geplante Knotenpunkt wird starke Auswirkungen auf die bedeutende Kultur- und Naturlandschaft haben, weitere landwirtschaftliche Fläche verbrauchen und Frangart auch weiterhin mit einem immensen Verkehrsstrom überhäufen.

Heutzutage ist es nicht mehr möglich, größere öffentliche Bauwerke ohne die Zustimmung der Bevölkerung durchzusetzen. Die BürgerInnen müssen von Anfang an, von der ersten Ideensammlung bis hin zur schlussendlichen Planung einbezogen werden.

Daher beauftragt der Landtag die Landesregierung:

das Gewinnerprojekt des Ideenwettbewerbs zurückzustellen und die Planung des “Mobilitätsknotenpunktes Sigmundskron” unter Einbeziehung der Bevölkerung in einen partizipativen Prozess wieder von vorne zu beginnen; mit dem Ziel, ein neues Projekt auszuarbeiten, das die ökologischen landschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Bauwerks auf ein Minimum reduziert und von der Bevölkerung akzeptiert wird.

Bozen, 26.02.2015

Landtagsabgeordnete

Riccardo Dello Sbarba

Brigitte Foppa

Hans Heiss

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