Hanspeter Niederkofler

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Hans Peter NiederkoflerGeboren 1967 in der Schweiz, seit meinem zehnten Lebensjahr in Bruneck ansässig. Schulen, Studium der Volkswirtschaft in Trient, seither freiberufliche Tätigkeit. Seit meiner Oberschulzeit bin ich in verschiedenen Initiativen aktiv, vor allem im Bereich Mobilität und Umwelt.  Mein besonderes Fachgebiet ist der öffentliche Verkehr, damit befasse ich mich auch beruflich. Politisches Engagement war irgendwann die logische Folge, seit den späten Neunzigern bin ich bei den Grünen tätig, seit 2005 sitze ich im Brunecker Gemeinderat. Passionierter Fußgänger, zur körperlichen und geistigen Fortbewegung. Mich in Zügen zu bewegen ist für mich seit jeher selbstverständlich – wie auch die Mehrsprachigkeit: Jede Sprache, mit der ich mich vertraut mache, ist meine Sprache.

Dafür setze ich mich ein

Südtirol kann nach wie vor frische Luft gebrauchen. Abkapselung und Selbstgefälligkeit machen das Land nicht lebenswerter. Die Krise, in der die Menschheit steckt, ist wesentlich mehr als ein finanzielles Problem. Eine grundsätzliche Neuausrichtung, der Aufbau einer fairen, solidarischen und ökologischen Gesellschaft und Wirtschaft sind unerlässlich. Auch hier. In Südtirol hat sich einiges getan in den letzten Jahren, im Bereich Klimapolitik und im öffentlichen Verkehr etwa. Gleichzeitig steigt aber der Energie- und Flächenverbrauch weiter und die soziale Ungleichheit nimmt auch hier zu. Die Politik kann nicht weiter Illusionen von permanentem Wachstum und wundertätigen Großprojekten nachhängen. Es gilt, das rechte Maß zu finden, umzubauen und umzuverteilen: langsamer, weniger und besser.

 

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2 Antworten auf Hanspeter Niederkofler

  • Hanspeter Niederkofler sagt:

    Sehr geehrte Frau Gasser,
    ich habe mich nicht gegen “die Umfahrungsstraße von St. Georgen” geäußert, sondern gegen eine offene Führung durch die Aufhofner Felder, weil diese nicht tragbar ist und wir gerade im Straßenbau aufhören müssen, mit jeder Lösung wieder neue Probleme zu schaffen. Damit haben wir im Brunecker Raum schließlich viel Erfahrung. In St. Gerogen eine tragbare Lösung zu finden ist schwierig, wie auch die langjährigen Diskussionen zeigen. Das Geld wird knapp, und wäre man mit vergangenen Straßenprojekten etwas bescheidener gewesen und hätte der Entlastung der Ortschaften den Vorrang gegeben statt der Beschleunigung und Steigerung des Verkehrs, dann wär’s jetzt wohl auch leichter.
    Von den verschiedenen St. Georgener Projekten ist im übrigen z. B. der Gemeinderat nie informiert worden, man erfährt auch als gewählter Vertreter nur indirekt über solche Vorhaben. Wie machbar und wie umweltschonend diese verschiedenen Lösungen sind, lässt sich somit schwer bewerten.
    Bei realistischer Betrachtung ist nicht damit zu rechnen, dass eine Umfahrung St. Georgen in allernächster Zeit angegangen wird, auch wenn in Vorwahlzeiten natürlich gerne in alle Richtungen alles versprochen wird. Umso wichtiger ist es, zumindest das Mögliche zu tun, um die Belastung in Grenzen zu halten, z. B. durch Kontrolle der Geschwindigkeit speziell nachts und Steuerung der Verkehrsflüsse, damit die Stauungen nicht mitten in der Ortschaft entstehen. Außerdem ist an einen nächsten Ausbauschritt für den öffentlichen Verkehr zu denken, auch die Busse sind in den Stoßzeiten überlastet. Es gibt im Land immer noch viele sehr stark belastete Wohngebiete, und viele davon haben absolut keine Aussicht auf Entlastung durch eine Umfahrung. Solange man also nicht bereit ist, den Verkehr insgesamt einzugrenzen und verträglicher zu gestalten, werden weiterhin Tausende Menschen unter unzumutbaren Belastungen zu leiden haben.
    Hanspeter Niederkofler

  • Andrea Gasser sagt:

    Sehr geehrter Herr Niederkofler,
    in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung bekennen Sie sich als großer Gegner der Umfahrungsstraße von St. Georgen. Als Anrainerin (und Wählerin, meine Stimme haben Sie damit wohl verloren) der Ahrntalerstraße in St. Georgen wäre ich auf Ihren Lösungsvorschlag bezüglich dem immer unerträglicheren Verkehrsaufkommen in St. Georgen gespannt? Wie soll es mit den hunderten Familien entlang der Straße weitergehen? Müssen Sie wirklich im Verkehr ersticken?
    Es ist mir klar, dass ein Projekt niemals von allen gut geheissen werden wird. Trotzdem wurden in den letzten Jahren einige sehr umweltschonende und interessante Projekte ausgearbeitet, welche für keines der angrenzenden Dörfer ein großer Schaden wäre. Aussiedeln würden die Bauern die Anrainer. Als teuren Wohngrund wäre es nicht mehr ganz so schwer Grundstücke zu verkaufen. Auch das sollte zum nachdenken bringen.
    Vielen Dank für eine Antwort
    Mit freundlichen Grüße
    Andrea Gasser

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