Gesundheit nach Menschenmaß ermöglichen

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gruene-frauen-donne-verdiÜber Gesundheitspolitik sprechen heißt oftmals lediglich über Strukturen sprechen, über Zahlen, Kosten und Leistbarkeit. Die grünen Frauen erheben seit jeher den Anspruch, Gesundheit ganzheitlich zu verstehen. Bei einer Diskussionsrunde mit dem Titel “Gesundheit nach Menschenmaß” haben sich die Grünen auf Einladung der Grünen Frauen mit der Frage auseinandergesetzt, wieviel Programmierung und System nötig und wieviel Eigenverantwortung möglich ist.

Das Gesundheitssystem ist ein Dienstleistungsbetrieb, aber Untersuchungen und Medikamente führen nicht automatisch dazu, dass ein Mensch sich wohl fühlt oder als gesund empfindet. Wir plädieren außerdem dafür, Gesundheitserziehung neu zu definieren, denn oft schafft sie einfach Angst vor Erkrankung durch das Ideal des ewig jungen, gesunden Körpers und des Alles-Machbaren. Mangelnde bzw. unzureichende Sexualerziehung sind ein weiterer Baustein, der Menschen jeden Alters Gefahren aussetzt und eine wirklich selbstbestimmte und erfüllte Sexualität unterbindet. Was die Palliativpflege von kranken Menschen angeht, sehen wir uns einer Vielzahl von Hürden gegenüber, die ein Sterben und Abschiednehmen in Frieden erschweren (Bürokratie, Mangel an Fachpersonal, welches zu Hause unterstützt etc.).

Wir fordern daher:

  • Ein würdiges auf die Welt kommen und aus der Welt gehen: Sterben und Geburt an gemeinsamen Stätten möglich machen
  • Die Sicherung der freien Entscheidung einer Schwangerschaft in jedem Sinne
  • Die Förderung von Geburtshäusern, die finanzielle und personelle Unterstützung von Hausgeburten und die Wiedereinführung und Ausdehnung des aufsuchenden Hebammendienstes vor und nach der Geburt, ebenso Stillberatung
  • Die Einführung einer verständlichen “Gesundheitsakte”, abgeleitet von der Krankenakte, die jede BürgerIn selber verwaltet und in der verständlich die diversen Untersuchungen etc. gesammelt werden
  • Beachtung der Bereiche Kommunikation und Psychologie in der Ausbildung des Fachpersonals bzw. nachträgliche Fortbildungen: Besonders wenn es um Gesundheit geht, muss das Zwischenmenschliche zentral sein
  • Die Aufwertung der “sexuellen Bildung” in der Erwachsenen- und SeniorInnenbildung
  • BasisärztInnen sollen möglichst frei wählbar und “FamilienärztInnen” sein können – keine verpflichtende Kinderarztwahl

Evelyn Gruber-Fischnaller, Brigitte Foppa und Gerda Gius für die Grünen Frauen

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