Europawahlen 2014

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Unsere Kandidatin OKTAVIA BRUGGER

FB Header OktaviaOktavia Brugger wurde 1952 als Tochter des späteren Senators und Europaparlamentariers Peter Brugger geboren und war u.a. Schülerin von Alexander Langer am Gymnasium in Bozen. Sie studierte in München und Salzburg und beschloss ihr Philosophiestudium 1977 in Salzburg.

Oktavia arbeitete zuerst beim „Alto Adige“, dann für den ORF. Von 1980 bis 2012, dem Jahr ihrer Pensionierung, war sie eines der bekanntesten und beliebtesten Gesichter des RAI-Senders Bozen, insbesondere während der vielen Jahre als Rom-Korrespondentin. Legendär sind ihre präzisen, schneidigen und immer fundierten Kommentare aus der nie enden wollenden Ära Berlusconi. Sie hat mit mehreren internationalen Medien zusammengearbeitet und lebt aktuell im Wechsel zwischen Paris, Berlin und dem heimatlichen Ritten.

Hier mein Lebenslauf.

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Warum ich mich für eine Kandidatur für die Europawahlen 2014 entschlossen habe

OktaviaBrugger_GiorgioZanvettorBrigitteFoppaIch bin 1952 geboren, neun Jahre nach der Veröffentlichung des Manifestes von Ventotene, in dem Altiero Spinelli noch während des zweiten Weltkriegs die Bildung der Vereinigten Staaten von Europa forderte. Nur wenn sich die verfeindeten Staaten zu einer Föderation zusammenschließen, könne man weitere verheerende Weltkriege verhindern, heißt es darin. Altiero Spinelli hat Recht behalten: Ich bin ein Produkt dieses Nachkriegseuropas, das Frieden und Wohlstand gebracht hat. Ich möchte, dass dieses Europa des Friedens und des Sozialstaates auch den kommenden Generationen erhalten bleibt. Und das ist jetzt nicht mehr garantiert. Eine undifferenzierte Spar- und Steuerpolitik in einer anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise hat Teile der EU an den Rand des Ruins gebracht. Griechenland ist das traurigste Beispiel dieser Politik. Immer neue Sparpakete und Sparmaßnahmen, von der sogenannten Troika durchgeboxt, haben zu einer Verelendung der griechischen Bevölkerung geführt. Über 30 Prozent der Griechen können sich keinen Arzt mehr leisten, humanitäre Ärztevereinigungen wie Emergency haben in Athen Feldspitäler errichtet, wie in Afrika, um den Menschen zu helfen. Kinder- und Altersterblichkeit sind angestiegen, die staatliche Gesundheitsbehörde hat kein Geld mehr, um Anti-Tumormittel zu besorgen, Mindestrenten wurden gekürzt, Hunderttausende von Strom- und Wasseranschlüssen gesperrt, weil die Menschen nicht mehr zahlen können.

Und was hat das alles gebracht? Dass Griechenland immer größere Schuldenberge anhäuft: Die Staatsschuld liegt derzeit bei 177 Prozent des BIP, laut EU-Kriterien dürfen es nur 60 Prozent des BIP sein. Italiens Staatsschuld liegt bei 133 Prozent. Und das trotz der Sparpakete und dauernden Steuererhöhungen. Und das heißt, ganz konkret: Die EU-Wirtschaftspolitik der großen Mitterechts und Mittelinks Parteien hat versagt. Sie hat derartigen Schaden angerichtet, dass Protestparteien, vor allem auf der rechten Seite, sprunghaft angewachsen sind. Bei den bevorstehenden Europawahlen ist ein großer Rechtsrutsch zu erwarten, vor allem in Frankreich.

Ziel dieser Rechtsparteien ist die Rückkehr zu den Nationalstaaten, die Auflösung der Eurozone.

Die alternative Wahlplattform für Europa, die vom griechischen Spitzenpolitiker Alexis Tsipras angeführt wird, will das verhindern.

Europa muss zusammenbleiben und das ist nur möglich bei einer einschneidenden Kurskorrektur in der EU-Wirtschaftspolitik.

Also Ja zur Eurozone!

Ja zu einem Europa der Bürger und Bürgerinnen!

Ja zu einem Europa, das die ökologisch gestaltete Produktion in den Mittelpunkt stellt.

Aber auch Nein zu einer verfehlten Spar- und Steuerpolitik.

Nein zur ausufernden EU-Bürokratie, Nein zum Europa der Lobbys und Banken. Das ist die Botschaft von Alexis Tsipras.

Dieser Wahlplattform haben sich die Südtiroler Grünen angeschlossen, zusammen mit SEL, Bürgerbewegungen und vielen unabhängigen Personen in ganz Italien und Europa.

Die bevorstehenden Europawahlen sind besonders spannend, weil die 751 ParlamentarierInnen zum ersten Mal in der Geschichte den EU-Kommissionspräsidenten bestimmen können. Bisher haben dies die EU-Staaten sozusagen von oben herab getan. Und weil dieser hohe Posten (dz. Manuel Barroso) diesmal vom Europaparlament ernannt wird, gibt es schon Anwärter dafür:

Martin Schulz ist der Kandidat der sozialdemokratischen Fraktion im EP für das Amt des EU Kommissionspräsidenten, Alexis Tsipras ist der Kandidat der Wahlplattform Tsipras, die sich im linken Spektrum des EP ansiedelt. Ihn zu unterstützen bedeutet, zu den Grundwerten der EU zurückzukehren, durch starke Impulse und eine energische Vorgangsweise.

Dafür will ich einstehen – auch aus Dankbarkeit dafür, dass ich und meine Generation in Frieden und Wohlfahrtsstaat aufwachsen konnten.

Oktavia Brugger, Bozen, 5. März 2014

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