Erste Hilfe für die Erste Hilfe

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1. Hilfe KH Bozen

Über die untragbaren Zustände in der Ersten Hilfe des Bozner Krankenhauses wird regelmäßig berichtet

Zu beklagen ist insbesondere:

  • die Örtlichkeit (die Erste Hilfe ist in einer Art Garage untergebracht, es ist zugig, Gase und Zigarettenrauch dringt vom Einfahrtsbereich herein);
  • die Organisation (beinahe jedeR PazientIn muss mehrere Durchläufe bewältigen und vor jeder Station gelten oft lange Wartezeiten, es gibt kein Nummernprinzip, weswegen man nie weiß wann man dran kommt und folglich kann man sich auch nicht entfernen);
  • die räumliche Ausstattung (die Station ist viel zu klein, die Sitzplätze reichen nicht aus, Liegen und Rollstühle sind zwischen den Sitzen deponiert und die liegenden Patienten haben keinerlei Privatsphäre, Tapeten brechen herunter, das Mauerwerk ist kaputt, es gibt keinerlei Versorgungsmöglichkeiten während der langen Wartezeiten);
  • die personelle Ausstattung (die Erste Hilfe ist offensichtlich unterbesetzt);
  • die Unklarheit über Begleitpersonen (uns wurde von Krankenpflege- bzw. vom ärztlichen Personal völlig unterschiedliche Auskunft darüber gegeben darüber, ob PatientInnen von einer Vertrauensperson in die Station begleitet werden darf oder nicht)
  • die Tatsache, dass am Ende einer womöglich langen Wartezeit auch noch hohe Parkgebühren zu entrichten sind.

Wir haben in dieser Angelegenheit eine Landtagsanfrage mit folgenden Fragen gestellt:

  1. Wie wertet die Landesregierung die allgemeine Situation der Ersten Hilfe in Bozen?
  2. Wie kommentiert sie die angesprochenen Problempunkte?
  3. Welche Vorhaben sind im Hinblick auf die räumliche und logistische Situation der Ersten Hilfe Bozen geplant und in welchem Zeitrahmen bewegen sich diese Vorhaben?
  4. Wird in der Zwischenzeit zumindest mit einem Warteschlangenkontrollsystem und einem Getränkeautomaten die schlimmsten Unannehmlichkeiten von langen Wartezeiten gemildert?
  5. Wie sind Personalschlüssel und Turnusdienst geregelt, welche durchschnittlichen Wartezeiten gelten?
  6. Wie ist das Begleiten von PatientInnen geregelt? Besteht Aussicht darauf, dass auch die PatientInnen selbst hierzu entscheiden dürfen?
  7. Ist eine Befreiung von den Parkplatzgebühren zumindest ab einer gewissen Anzahl von Wartestunden geplant?

Zugleich fordern wir die Landesregierung auf, in dieser für Bürgerinnen und Bürger so wichtigen Angelegenheit dringend tätig zu werden. Erste Hilfe für die Erste Hilfe tut not!

BZ, 25.08.2014
Brigitte Foppa
Riccardo Dello Sbarba
Hans Heiss

2 Antworten auf Erste Hilfe für die Erste Hilfe

  • seebacher margareth sagt:

    Problem Erste Hilfestation KH Bozen

  • seebacher margareth sagt:

    Arbeite selbst im Krankenhaus und habe mit meinen Verwandten auch schon bis zu vier Stunden gewartet. Es fehlt eine professionelle Betreuung im Warteraum, Auskunft über Wartezeit gibt es nicht, man wird nur immer wieder vertröstet oder bekommt patzige Antworten. Glaube, dass es viel am ärztlichen Personal liegt, arbeiten nicht wirklich professionell. Es werden viel zu viel ( unsinnige ) Untersuchungen angefordert, auch aus Angst, verklagt zu werden. Ärzte müssen unbedingt besser ausgebildet werden und diagnostische Untersuchungen müssen reduziert werden. Nicht dringende Fälle müssen über den Hausarzt abgeklärt werden. die sind aber schon dasnächsteProblem… Also lieber etwas warten und Blutproben, Röntgenuntersuchungen und Visiten an einem Tag erledigen!! Ist auch noch billiger.

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