Abo Minus

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AltoAdigePassWie erwartet, rächt sich nun die vorwahlbedingte Großzügigkeit des damaligen Landesrates Widmann in Sachen ABO+.
Bereits bei seiner Einführung hatten wir Grünen darauf hingewiesen, dass das Gratisabo für alle Jugendlichen und SeniorInnen finanziell nicht tragbar sein würde. In einer Antwort auf unsere Landtagsanfrage kamen diese Zahlen klar zum Ausdruck: Die 112.300 zahlenden Südtirol-Pass-AbonnentInnen zahlen für 147.500 GratisfahrerInnen. Dass sich so ein System nicht halten kann, liegt auf der Hand und daher wurde nun die Kostenbeteiligung für Jugendliche und SeniorInnen eingeführt und die Tarife insgesamt angehoben.

Wir finden: Wieder wurde falsch angesetzt. Wieder trifft eine, niedrig angesetzte, Pauschale alle Beteiligten und wieder wurden die PendlerInnen, die am ehesten einen Vorzugstarif benötigen würden, vernachlässigt.
Indessen wurde das alte Tarifsystem in seinen Grundzügen weiter geführt, ja in weiten Teilen noch verschlechtert. Nicht nur durch die Einführung des ungestaffelten Kostenbeitrages für Jugendliche und Senioren, sondern vor allem weil die große Last der gesamten Bürgerkostenbeteiligung weiterhin auf den Schultern der Normalzahlenden bleibt: Für sie wurden nicht nur die Tarife angehoben, sondern sogar eine neue Tarifstufe (1000-2000 km) eingeführt, in der mehr zu bezahlen ist.

Unser Ansatz wäre – wir wiederholen es – gewesen:

  • Eine vergünstigte Pendlerstrecke pro Abo vorzusehen, auf der ein vergünstigter Tarif gilt, unabhängig von der Anzahl der Fahrten;
  • Eine Pauschale nur für jene vorzusehen, die es sich finanziell erlauben können. Mittels Vorlage der EEVE muss eine Kostenbefreiung möglich sein.
  • Der Verwaltungsaufwand wäre in Grenzen zu halten, indem die Kontrollen der Befreiungen über Durchführung von Stichproben erfolgen.

Neu ist anders, das müssen wir leider ein weiteres Mal befinden.

12.11.2014
Brigitte Foppa
Hans Heiss
Riccardo Dello Sbarba

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